Archiv für den Monat: April 2015

37 – Alte und Kinder

wird gelesen am:
16. März
16. Juli
15. November

  1. Zwar neigt der Mensch schon von Natur aus
    zu barmherziger Rücksicht
    auf die Lage der Alten un der Kinder;
    doch soll auch durch die Autorität der Regel
    für sie gesorgt sein.
  2. Immer achte man auf ihre Schwäche.
    Für ihre Nahrung
    darf die Strenge der Regel keinesfalls gelten.
  3. Vielmehr schenke man ihnen Güte und Verständnis;
    sie dürfen schon vor der festgesetzten Zeit essen.

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36 – Die kranken Brüder

wird gelesen am:
15. März
15. Juli
14. November

  1. Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen:
    man soll ihnen so dienen, als wären sie wirklich Christus;
  2. hat er doch gesagt:
    „Ich war krank, und ihr habt mich besucht“,
  3. und: „Was ihr einem dieser Geringsten getan habt,
    das habt ihr mir getan.“
  4. Aber auch die Kranken mögen bedenken,
    dass man ihnen dient, um Gott zu ehren;
    sie sollen ihre Brüder , die ihnen dienen,
    nicht durch übertriebene Ansprüche traurig machen.
  5. Doch auch solche Kranke
    müssen in Geduld ertragen werden;
    denn durch sie erlangt man größeren Lohn.
  6. Daher sei es eine Hauptsorge des Abtes,
    dass sie unter keiner Vernachlässigung zu leiden haben.
  7. Die kranken Brüder sollen einen eigenen Raum haben
    und einen Pfleger, der Gott fürchtet
    und ihnen sorgfältig dient.
  8. Man biete den Kranken, sooft es ihnen guttut, ein Bad an;
    den Gesunden jedoch und vor allem den Jüngeren
    erlaube man es nicht so schnell.
  9. Die ganz schwachen Kranken dürfen außerdem
    zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit Fleisch essen.
    Doch sobald es ihnen besser geht,
    sollen sie alle nach allgemeinem Brauch
    auf Fleisch verzichten.
  10. Der Abt sehe es als eine Hauptsorge an,
    dass die Kranken weder vom Cellerar
    noch von den Pflegern vernachlässigt werden.
    Auf ihn fällt zurück, was immer die Jünger verschulden.

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35 – Der wöchentliche Dienst in der Küche

wird gelesen am:
13. März
13. Juli
12. November

  1. Die Brüder sollen einander dienen.
    Keiner werde vom Küchendienst ausgenommen,
    es sei denn, er wäre krank
    oder durch eine dringende Angelegenheit beansprucht;
  2. denn dieser Dienst bringt großen Lohn
    und lässt die Liebe wachsen.
  3. Den Schwachen aber gebe man Hilfe,
    damit sie ihren Dienst verrichten, ohne traurig zu werden.
  4. Überhaupt sollen alle je nach Größe der Gemeinschaft
    und nach den örtlichen Verhältnissen Hilfe bekommen.
  5. Ist die Gemeinschaft größer,
    sei der Cellerar vom Küchendienst ausgenommen,
    ebenso wer, wie gesagt,
    durch wichtigere Angelegenheiten beansprucht ist.
  6. Die übrigen Brüder sollen einander in Liebe dienen.
  7. Wer den Wochendienst beendet,
    soll am Samstag alles reinigen
  8. und die Tücher waschen,
    mit denen sich die Brüder Hände und Füße abtrocknen.
  9. Die Brüder, die den Wochendienst beginnen
    und die ihn beenden, sollen allen die Füße waschen.
  10. Die benutzten Geräte sollen dem Cellerar
    sauber und unbeschädigt zurückgegeben werden.
  11. Der Cellerar aber übergebe sie dem weiter,
    der den Dienst antritt.
    So weiß er, was er gibt und was er zurückerhält.

14. März
14. Juli
13. November

  1. Die Wochendiener sollen (an den Fasttagen)
    vor der einzigen Mahlzeit über das festgesetzte Maß hinaus
    etwas zu trinken und Brot erhalten,
  2. damit sie ihrem Brüdern zur Stunde der Mahlzeit
    ohne Murren und besondere Mühe dienen können.
  3. An Festtagen aber müssen sie bis zum Schluss warten.
  4. Die Brüder, die den Wochendienst beginnen
    und die ihn beenden,
    sollen sich am Sonntag gleich nach dem Morgenlob
    im Oratorium tief vor allen verbeugen
    und um das Gebet für sich bitten.
  5. Wer den Wochendienst beendet, spreche folgenden Vers:
    „Gepriesen bist du, Herr und Gott,
    du hast mir geholfen und mich getröstet.“
  6. Hat er dreimal so gesprochen
    und den Segen zum Abschluss seines Dienstes empfangen,
    folgt, wer den Dienst beginnt, und spricht:
    „O Gott, komm mir zu Hilfe,
    Herr, eile mir zu helfen.“
  7. Auch diesen Vers wiederholen alle dreimal;
    dann empfängt der Bruder den Segen
    und beginnt seinen Dienst.

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34 – Die Zuteilung des Notwendigen

wird gelesen am:
12. März
12. Juli
11. November

  1. Man halte sich an das Wort der Schrift:
    „Jedem wurde so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.“
  2. Damit sagen wir nciht,
    dass jemand wegen seines Ansehens bevorzugt werden soll,
    was ferne sei.
    Wohl aber nehme man Rücksicht auf Schwächen.
  3. Wer weniger braucht,
    danke Gott und sei nicht traurig.
  4. Wer mehr braucht,
    werde demütig wegen seiner Schwäche
    und nicht überheblich
    wegen der ihm erwiesenen Barmherzigkeit.
  5. So werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein.
  6. Vor allem darf niemals das Laster des Murren aufkommen,
    in keinem Wort und keiner Andeutung,
    was auch immer als Anlass vorliegen mag.
  7. Wird einer dabei ertappt,
    treffe ihn eine schärfere Strafe.

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33 – Eigenbesitz des Mönches

wird gelesen am:
11. März
11. Juli
10. November

  1. Vor allem dieses Laster
    muss mit der Wurzel aus dem Kloster ausgerottet werden.
  2. Keiner maße sich an, ohne Erlaubnis des Abtes
    etwas zu geben oder anzunehmen.
  3. Keiner habe etwas als Eigentum,
    überhaupt nichts,
    kein Buch, keine Schreibtafel, keinen Griffel
    – gar nichts.
  4. Den Brüdern ist es ja nicht einmal erlaubt,
    nach eigener Entscheidung
    über ihren Leib und ihren Willen zu verfügen.
  5. Alles Notwendige dürfen sie aber
    vom Vater des Klosters erwarten,
    doch ist es nicht gestattet, etwas zu haben,
    was der Abt nicht gegeben oder erlaubt hat.
  6. „Alles sei allen gemeinsam“,
    wie es in der Schrift heißt,
    damit keiner etwas als sein Eigentum bezeichnen
    oder beanspruchen kann.
  7. Stellt es sich heraus,
    dass einer an diesem sehr schlimmen Laster
    Gefallen findet,
    werde er einmal und ein zweites Mal ermahnt.
  8. Wenn er sich nicht bessert, treffe ihn eine Strafe.

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32 – Werkzeug und Gerät des Klosters

wird gelesen am:
10. März
10. Juli
09. November

  1. Den Besitz des Klosters,
    nämlich Werkzeug, Kleidung und alle anderen Dinge,
    vertraue der Abt Brüdern an,
    auf deren Lebensweise und Charakter
    er sich verlassen kann.
  2. Nach seinem Ermessen
    übergebe er ihnen alle Gegenstände,
    die sie verwahren und wieder einfordern sollen.
  3. Der Abt führe ein Verzeichnis all dieser Dinge.
    So weiß er, was er gibt und was er zurückerhält,
    wenn die Brüder einander
    in den zugewiesenen Aufgaben ablösen.
  4. Wenn einer die Sachen des Klosters verschmutzen lässt
    oder nachlässig behandelt, werde er getadelt.
  5. Wenn er sich nicht bessert,
    treffe ihn die von der Regel vorgesehene Strafe.

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31 – Der Cellerar des Klosters

wird gelesen am:
08. März
08. Juli
07. November

  1. Als Cellerar des Klosters werde aus der Gemeinschaft
    ein Bruder ausgewählt,
    der weise ist,
    reifen Charakters
    und nüchtern.
    Er sei nicht maßlos im Essen,
    nicht überheblich,
    nicht stürmisch,
    nicht verletzend,
    nicht umständlich
    und nicht verschwenderisch.
  2. Vielmehr sei er gottesfürchtig
    und der ganzen Gemeinschaft wie ein Vater.
  3. Er trage Sorge für alles.
  4. Ohne die Weisung des Abtes tue er nichts;
  5. an seine Aufträge halte er sich.
  6. Er mache die Brüder nicht traurig.
  7. Falls ein Bruder unvernünftig etwas fordert,
    kränke er ihn nicht durch Verachtung,
    sondern schlage ihm die unangemessene Bitte
    vernünftig und mit Demut ab.
  8. Er wache über seine Seele
    und denke immer an das Apostelwort:
    „Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang.“
  9. Um Kranke, Kinder, Gäste und Arme
    soll er sich mit großer Sorgfalt kümmern;
    er sei fest davon überzeugt:
    Für alle muss er am Tag des Gerichtes
    Rechenschaft ablegen.
  10. Alle Geräte und den ganzen Besitz des Klosters
    betrachte er als heiliges Altargerät.
  11. Nichts darf er vernachlässigen.
  12. Er sei weder der Habgier noch der Verschwendung ergeben.
    Er vergeude nicht das Vermögen des Klosters,
    sondern tue alles mit Maß und nach Weisung des Abtes.

09. März
09. Juli
08. November

  1. Vor allem habe er Demut.
    Kann er einem Bruder nichts geben,
    dann schenke er ihm wenigstens ein gutes Wort.
  2. Es steht ja geschrieben:
    „Ein gutes Wort geht über die beste Gabe.“
  3. Alles, was der Abt ihm zuweist,
    übernehme er in seine Verantwortung;
    was er ihm aber verwehrt,
    maße er sich nicht an.
  4. Den Brüdern gebe er
    das festgesetzte Maß an Speise und Trank
    ohne jede Überheblichkeit oder Verzögerung,
    damit sie nicht Anstoß nehmen.
    Er denke daran, was nach Gottes Wort der verdient,
    der einem von den Kleinen Ärgernis gibt.
  5. In größeren Gemeinschaften gebe man ihm Helfer.
    Mit ihrer Unterstützung kann er das ihm anvertraute Amt
    mit innerer Ruhe verwalten.
  6. Zur bestimmten Stunde werde gegeben, was zu geben ist,
    und erbeten, was zu erbitten ist;
  7. denn niemand soll verwirrt und traurig werden
    im Hause Gottes.

31 – Der Cellerar des Klosters weiterlesen