57 – Mönche als Handwerker

wird gelesen am:
10. April
10. August
10. Dezember

  1. Sind Handwerker im Kloster,
    können sie in aller Demut ihre Tätigkeit ausüben,
    wenn der Abt es erlaubt.
  2. Wird aber einer von ihnen überheblich,
    weil er sich auf sein berufliches Können etwas einbildet
    und meint, er bringe dem Kloster etwas ein,
  3. werde ihm seine Arbeit genommen.
    Er darf sie erst wieder aufnehmen, wenn er Demut zeigt
    und der Abt es ihm von neuem erlaubt.
  4. Wenn etwas von den Erzeugnissen der Handwerker
    verkauft wird,
    sollen jene, durch deren Hand die Waren veräußert werden,
    darauf achten, dass sie keinen Betrug begehen.
  5. Sie sollen immer an Hananias und Saphira denken,
    damit sie nicht etwa den Tod an der Seele erleiden,
    der jene am Leib traf.
  6. Das gilt ebenso für alle anderen,
    die mit dem Eigentum des Klosters unredlich umgehen.
  7. Bei der Festlegung der Preise
    darf sich das Übel der Habgier nicht einschleichen.
  8. Man verkaufe sogar immer etwas billiger,
    als es sonst außerhalb des Klosters möglich ist,
  9. damit in allem Gott verherrlicht werde.


Benedikt geht es bei den Handwerkern in seinem Kloster nicht um deren Geschick, sondern darum, andere an ihren Werken teilhaben zu lassen. Sie sollen ihre Waren nicht dazu machen, um zu zeigen wie gut sie sind, sondern um anderen damit zu helfen. Deswegen werden die Erzeugnisse auch unter Marktwert verkauft.

Tipp: Wenn du etwas gut kannst ist das toll. Wenn du es aber nur machst, weil du es gut kannst, ist das fad. Setze deine Fähigkeiten ein um anderen zu helfen.