Schlagwort-Archive: besitz

54 – Die Annahme von Briefen und Geschenken

wird gelesen am:
06. April
06. August
06. Dezember

  1. Der Mönch darf keinesfalls ohne Weisung des Abtes
    von seinen Eltern oder irgend jemandem,
    auch nicht von einem anderen Mönch
    Briefe, Eulogien oder sonst kleine Geschenke
    annehmen oder geben.
  2. Selbst wenn seine Eltern ihm etwas geschickt haben,
    darf er sich nicht anmaßen, es anzunehmen,
    ehe der Abt benachrichtigt wurde.
  3. Hat der Abt die Annahme erlaubt,
    kann er immer noch verfügen, wem es zu geben ist.
  4. Dann sei der Bruder, dem es geschickt wurde, nicht traurig,
    damit dem Teufel kein Raum gegeben werde.
  5. Wer sich etwas anderes herausnimmt,
    den treffe die von der regel vorgesehene Strafe.

54 – Die Annahme von Briefen und Geschenken weiterlesen

34 – Die Zuteilung des Notwendigen

wird gelesen am:
12. März
12. Juli
11. November

  1. Man halte sich an das Wort der Schrift:
    „Jedem wurde so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.“
  2. Damit sagen wir nciht,
    dass jemand wegen seines Ansehens bevorzugt werden soll,
    was ferne sei.
    Wohl aber nehme man Rücksicht auf Schwächen.
  3. Wer weniger braucht,
    danke Gott und sei nicht traurig.
  4. Wer mehr braucht,
    werde demütig wegen seiner Schwäche
    und nicht überheblich
    wegen der ihm erwiesenen Barmherzigkeit.
  5. So werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein.
  6. Vor allem darf niemals das Laster des Murren aufkommen,
    in keinem Wort und keiner Andeutung,
    was auch immer als Anlass vorliegen mag.
  7. Wird einer dabei ertappt,
    treffe ihn eine schärfere Strafe.

34 – Die Zuteilung des Notwendigen weiterlesen

33 – Eigenbesitz des Mönches

wird gelesen am:
11. März
11. Juli
10. November

  1. Vor allem dieses Laster
    muss mit der Wurzel aus dem Kloster ausgerottet werden.
  2. Keiner maße sich an, ohne Erlaubnis des Abtes
    etwas zu geben oder anzunehmen.
  3. Keiner habe etwas als Eigentum,
    überhaupt nichts,
    kein Buch, keine Schreibtafel, keinen Griffel
    – gar nichts.
  4. Den Brüdern ist es ja nicht einmal erlaubt,
    nach eigener Entscheidung
    über ihren Leib und ihren Willen zu verfügen.
  5. Alles Notwendige dürfen sie aber
    vom Vater des Klosters erwarten,
    doch ist es nicht gestattet, etwas zu haben,
    was der Abt nicht gegeben oder erlaubt hat.
  6. „Alles sei allen gemeinsam“,
    wie es in der Schrift heißt,
    damit keiner etwas als sein Eigentum bezeichnen
    oder beanspruchen kann.
  7. Stellt es sich heraus,
    dass einer an diesem sehr schlimmen Laster
    Gefallen findet,
    werde er einmal und ein zweites Mal ermahnt.
  8. Wenn er sich nicht bessert, treffe ihn eine Strafe.

33 – Eigenbesitz des Mönches weiterlesen

32 – Werkzeug und Gerät des Klosters

wird gelesen am:
10. März
10. Juli
09. November

  1. Den Besitz des Klosters,
    nämlich Werkzeug, Kleidung und alle anderen Dinge,
    vertraue der Abt Brüdern an,
    auf deren Lebensweise und Charakter
    er sich verlassen kann.
  2. Nach seinem Ermessen
    übergebe er ihnen alle Gegenstände,
    die sie verwahren und wieder einfordern sollen.
  3. Der Abt führe ein Verzeichnis all dieser Dinge.
    So weiß er, was er gibt und was er zurückerhält,
    wenn die Brüder einander
    in den zugewiesenen Aufgaben ablösen.
  4. Wenn einer die Sachen des Klosters verschmutzen lässt
    oder nachlässig behandelt, werde er getadelt.
  5. Wenn er sich nicht bessert,
    treffe ihn die von der Regel vorgesehene Strafe.

32 – Werkzeug und Gerät des Klosters weiterlesen