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49 – Die Fastenzeit

wird gelesen am:
31. März
31. Juli
30. November

  1. Der Mönch soll zwar immer ein Leben führen
    wie in der Fastenzeit.
  2. Dazu aber haben nur wenige die Kraft.
    Deshalb raten wir,
    dass wir wenigstens in diesen Tagen der Fastenzeit
    in großer Lauterkeit auf unser Leben achten
  3. und alle gemeinsam in diesen heiligen Tagen
    die früheren Nachlässigkeiten tilgen.
  4. Das geschieht dann in rechter Weise,
    wenn wir uns vor allen Fehlern hüten
    und uns um das gebet unter Tränen,
    um die Lesung, die Reue des Herzens
    und um Verzicht mühen.
  5. Gehen wir also in diesen Tagen
    über die gewohnte Pflicht
    unseres Dienstes ein wenig hinaus
    durch besonderes Gebet
    und durch Verzicht beim Essen und Trinken.
  6. So möge jeder über das ihm zugewiesene Maß hinaus
    aus eigenem Willen in der Freude des Heiligen Geistes
    Gott etwas darbringen;
  7. er entziehe seinem Leib etwas an Speise, Trank und Schlaf
    und verzichte auf Geschwätz und Albernheiten.
    Mit geistlicher Sehnsucht und Freude
    erwarte er das heilige Osterfest.
  8. Was aber der einzelne als Opfer bringen will,
    unterbreite er seinem Abt.
    Es geschehe mit seinem Gebet und seiner Einwilligung;
  9. denn was ohne Erlaubnis des geistlichen Vaters geschieht,
    wird dereinst als Anmaßung und eitle Ehrsucht gelten
    und nicht belohnt werden.
  10. Also werde alles mit Einwilligung des Abtes getan.

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