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52 – Das Oratorium des Klosters

wird gelesen am:
03. April
03. August
03. Dezember

  1. Das Oratorium sei, was sein Name besagt,
    Haus des Gebetes.
    Nichts anderes werde dort getan oder aufbewahrt.
  2. Nach dem Gottesdienst gehen alle in größter Stille hinaus
    und bezeugen Ehrfurcht vor Gott.
  3. So wird ein Bruder, der noch für sich allein beten möchte,
    nicht durch die Rücksichtslosigkeit eines anderen
    daran gehindert.
  4. Auch wenn sonst einer still für sich beten will,
    trete er einfach ein und bete,
    nicht mit lauter Stimme,
    sondern unter Tränen
    und mit wacher Aufmerksamkeit des Herzens.
  5. Wer sich nicht so verhalten will,
    darf nach dem Gottesdienst
    nicht im Oratorium zurückbleiben,
    damit, wie gesagt, ein anderer nicht gestört wird.

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48 – Die Ordnung für Handarbeit und Lesung

wird gelesen am:
28. März
28. Juli
27. November

  1. Müßiggang ist der Seele Feind.
    Deshalb sollen die Brüder
    zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit,
    zu bestimmten Stunden
    mit heiliger Lesung beschäftigt sein.
  2. Und so meinen wir, durch folgende Verfügung
    die Zeit für beides ordnen zu können:
  3. Von Ostern bis zum 1. Oktober
    verrichten sie morgens nach der Prim
    bis ungefähr zur vierten Stunde
    die notwendigen Arbeiten.
  4. Von der vierten Stunde aber bis zur Sext
    sollen sie frei sein für die Lesung.
  5. Nach der Sext und der Mahlzeit
    sollen sie unter völligem Schweigen auf ihren Betten ruhen.
    Will aber einer für sich lesen,
    dann lese er so, dass er keinen anderen stört.
  6. Die Non werde früher gehalten,
    zur Mitte der achten Stunde;
    dann gehen sie bis zur Vesper wieder an ihre Arbeit.
  7. Wenn es die Ortsverhältnisse oder die Armut fordern,
    dass sie die Ernte selber einbringen,
    sollen sie nicht traurig sein.
  8. Sie sind dann wirklich Mönche,
    wenn sie wie unsere Väter und die Apostel
    von ihrer Hände Arbeit leben.
  9. Alles aber geschehe der Kleinmütigen wegen maßvoll.

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20 – Die Ehrfurcht beim Gebet

wird gelesen am:
25. Februar
(26. Februar)
27. Juni
27. Oktober

  1. Wenn wir mächtigen Menschen etwas unterbreiten wollen,
    wagen wir es nur in Demut und Ehrfurcht.
  2. Um wieviel mehr müssen wir zum Herrn,
    dem Gott des Weltalls,
    mit aller Demut und lauterer Hingabe flehen.
  3. Wir sollen wissen, dass wir nicht erhört werden,
    wenn wir viele Worte machen,
    sondern wenn wir in Lauterkeit des Herzens
    und mit Tränen der Reue beten.
  4. Deshalb sei das Gebet kurz und lauter;
    nur wenn die göttliche Gnade uns erfasst und bewegt,
    soll es länger dauern.
  5. In der Gemeinschaft jedoch
    sei das Gebet auf jeden Fall kurz,
    und auf das Zeichen des Oberen hin
    sollen sich alle gemeinsam erheben.

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