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47 – Das Zeichen zum Gottesdienst

wird gelesen am:
27. März
27. Juli
26. November

  1. Die Zeit zum Gottesdienst am Tage und in der Nacht
    anzukündigen sei Sorge des Abtes.
    Er gebe selbst das Zeichen
    oder übertrage die Sorge dafür
    einem gewissenhaften Bruder,
    damit alles zur rechten Zeit geschieht.
  2. Psalmen und Antiphonen sollen nach dem Abt die Brüder,
    denen es aufgetragen wird,
    nach ihrer Rangordnung vortragen.
  3. Keiner aber nehme sich heraus, zu singen oder zu lesen,
    wenn er diese Aufgabe nicht so erfüllen kann,
    dass die Hörer erbaut werden.
  4. Es geschehe mit Demut, Ernst und Ehrfurcht
    und im Auftrag des Abtes.

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43 – Die Bußen für Unpünktlichkeit

wird gelesen am:
22. März
22. Juli
21. November

  1. Hört man das Zeichen zum Gottesdienst,
    lege man sofort alles aus der Hand
    und komme in größter Eile herbei,
  2. allerdings mit Ernst,
    um nicht Anlaß zu Albernheiten zu geben.
  3. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden.
  4. Kommt einer zu den Vigilien
    erst nach dem „Ehre sei dem Vater“ des Psalmes 94,
    der deswegen sehr langsam und gedehnt zu singen ist,
    darf er nicht an seinem Platz im Chor stehen.
  5. Vielmehr stehe er als letzter von allen oder auf dem Platz,
    den der Abt für so Nachlässige abseits bestimmt hat,
    damit sie von ihm und von allen gesehen werden.
  6. Dort bleibe er,
    bis er am Schluss des Gottesdienstes
    öffentlich Buße getan hat.
  7. Wir lassen die unpünktlichen Brüder
    bewusst auf dem letzten Platz oder abseits stehen,
    damit sie von allen gesehen werden,
    sich schämen und deshalb sich bessern.
  8. Bleiben sie nämlich außerhalb des Oratoriums,
    könnte sich vielleicht einer wieder schlafen legen
    oder sogar sich draußen hinsetzen
    und sich Zeit nehmen für Geschwätz;
    so gibt er dem Bösen Gelegenheit zur Versuchung.
  9. Sie sollen vielmehr hereinkommen,
    damit sie nicht alles versäumen
    und sich in Zukunft bessern.
  10. Kommt einer zum Gottesdienst der Gebetszeiten am Tage
    erst nach dem Vers und nach dem „Ehre sei dem Vater“
    des anschließenden ersten Psalmes,
    stehe er nach der obigen Vorschrift auf dem letzten Platz.
  11. Er nehme sich nicht heraus, sich vor einer Buße
    dem Chor der psalmensingenden Brüder anzuschließen,
    außer der Abt ist nachsichtig und erlaubt es;
  12. selbst dann muss der Schuldige Buße tun.

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19 – Die Haltung beim Gottesdienst

wird gelesen am:
24. Februar
(25. Februar)
25. Juni
25. Oktober

  1. Überall ist Gott gegenwärtig, so glauben wir,
    und die Augen des Herrn schauen an jedem Ort
    auf Gute und Böse.
  2. Das wollen wir ohne Zweifel ganz besonders dann glauben,
    wenn wir Gottesdienst feiern.
  3. Denken wir daher immer an die Worte des Propheten:
    „Dient dem Herrn in Furcht“.
  4. „Singt die Psalmen in Weisheit“.
  5. „Vor dem Angesicht der Engel will ich dir Psalmen singen“.
  6. Beachten wir also,
    wie wir vor dem Angesicht Gottes
    und seiner Engel sein müssen,
  7. und stehen wir so beim Psalmensingen,
    dass Herz und Stimme in Einklang sind.

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17 – Die Psalmen im Gottesdienst am Tage

wird gelesen am:
20. Februar
21. Juni
21. Oktober

  1. Für die Vigilien und Laudes
    haben wir die Ordnung des Psalmengesanges bestimmt;
    wenden wir uns nun den folgenden Gebetszeiten zu.
  2. Zur Prim singt man drei Psalmen, und zwar einzelnen,
    nicht unter einem einzigen „Ehre sei dem Vater“.
  3. Zuerst singt man den Vers „O Gott, komm mir zu Hilfe“;
    es folgt der Hymnus dieser Gebetszeit.
    Dann beginnen die Psalmen.
  4. Nach den drei Psalmen werden eine Lesung vorgetragen,
    der Versikel, das „Kyrie eleison“ und der Abschluss.
  5. Die Gebetszeiten der Terz, Sext, Non
    werden in der gleichen Ordnung gefeiert,
    das heißt, es folgen aufeinander
    der Vers, der Hymnus der Gebetszeit,
    drei Psalmen, eine Lesung, der Versikel,
    das „Kyrie eleison“ und der Abschluss.
  6. Wenn die Gemeinschaft größer ist,
    singt man die Psalmen mit Antiphonen,
    ist sie kleiner, singt man sie ohne Unterbrechung.
  7. Für die Feier der Vesper
    werden vier Psalmen mit Antiphonen festgesetzt.
  8. Nach den Psalmen werden eine Lesung vorgetragen,
    dann das Responsorium, ein Hymnus des Ambrosius,
    der Versikel, das Canticum aus dem Evangelium,
    die Litanei und als Abschluss das Gebet des Herrn.
  9. Für die Komplet werden drei Psalmen festgesetzt;
    diese Psalmen betet man ohne Unterbrechung
    und ohne Antiphon.
  10. Es folgen der Hymnus dieser Gebetszeit,
    eine Lesung, der Versikel,
    das „Kyrien eleison“ und das Segensgebet als Abschluss.

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16 – Der Gottesdienst am Tage

wird gelesen am:
19. Februar
20. Juni
20. Oktober

  1. Es gelte, was der Prophet sagt:
    „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob“.
  2. Diese geheiligte Siebenzahl wird von uns dann erfüllt,
    wenn wir unseren schuldigen Dienst leisten zu Zeit
    von Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet;
  3. denn von diesen Gebetsstunden am Tag sagt der Prophet:
    „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob“.
  4. Von den nächtlichen Vigilien sagt derselbe Prophet:
    „Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen“.
  5. Zu diesen Zeiten lasst uns also unserem Schöpfer
    den Lobpreis darbringen
    wegen seiner gerechten Entscheide,
    nämlich in Laudes, Prim, Terz, Sext, Non,
    Vesper und Komplet.
    Auch in der Nacht lasst uns aufstehen, um ihn zu preisen.

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